Friday, November 25, 2005

 
Teil 14

But still, still butt


Mit dem gesteigerten Verlangen nach mehr Frauen und deren Hintern wachten wir auf und beschlossen dementsprechend den Tag auf Odessas Prachtmeile Deribasovskaja fotografierend zu verbringen. Year, gesagt, getan. Nach einem ausgiebigen Frühstück, welches den Wodka aus Blut und Knochen vertreiben sollte, begaben wir uns mittels der schon beinahe zur Gewohnheit gewordenen, brechend vollen und überaus schweißtreibenden Maschrutka ins Stadtzentrum.

In Odessa herrscht, was viele nicht wissen, ein fast schon südländisches Flair. Viele Straßenkaffees, Domino und Schach zockende ältere Herrschaften (im Unterschied zu Frankreich bevorzugen diese die Bier Wodka Kombination anstelle von Rotwein), emotional gestikulierende Passanten und Autofahrer oder streunende Hunde, Katzen bzw. angebundene Affen, Chinchillas und Alligatoren prägen weitestgehend das Stadtbild. Dafür durften aber nicht so viele Bilder verschwendet werden, da auf M.’s Speicherkarte ja gerade mal noch 120 Bilder passten, welche nutzbringender, beispielsweise oder auch ausschließlich, für Frauenärsche, eingesetzt werden sollten. Heute musste schließlich „Frauentag“ gefeiert werden. Alibimäßig kauften wir noch ein 25 Pack echt hässlicher Ansichtskarten (sorry an alle, die in den Genuss sinnlosen Denkmals oder nichts sagenden Gebäudes kamen), da wir uns schließlich nicht einfach so irgendwo hinhocken und prachial Pussies knipsen konnten. Wir verbesserten unsere Tarnung sogar noch insofern, als dass M. und C. ein Bier in einem Kaffee sowie Kaffee für Masha in einem Straßenkaffee bestellten. Dieser strategisch perfekte Platz stellte sich im Nachhinein als der idealste Spannerplatz ever heraus. Mann oh Mann, was sich da zeigte war schier unglaublich, oder wie man schön sagt, es passte nicht auf eine Kuhhaut (in unserem Fall auf die Speicherkarte. Die Bilder sollen diesbezüglich für sich sprechen! Noch ein paar repräsentative Zahlen: Aufenthaltsdauer 3 Stunden, Fotoanzahl 83, Korrelation von Dauer und Fotos ergibt alle 2 Minuten eine Traumfrau (wobei uns sicher einige durch die Lappen gingen durch Schreibarbeit, Toilettenflex oder Kommunikation mit Masha). Man könnte also sagen, bei seriösem, kontinuierlichem Arbeiten mit zwei Kameras wären es bedeutend mehr geworden. Aber wir wollten die Gastfreundschaft ja auch nicht überstrapazieren plus hatten wir auch ab und an Schiss, dass so ein fetter Russenschrank unsere Aktion vielleicht nicht so lustig gefunden hätte und dies mittels Punsh hätte deutlich gemacht. Dennoch, wir sind zufrieden mit unseren neuen Bildschirmschonern.

Arbeit macht ja bekanntlich hungrig und war für uns Anlass unseren Lieblingsfalaffeldude aufzusuchen. Das Moldawische Familienunternehmen in Form eines Fastfoodstandes muss unbedingt erwähnt werden, da wir ja als Verächter fleischloser Kost im Normalfall keine Kichererbsennahrung loben würden. Dieser Falaffel ist allerdings echt geil und unbedingt empfehlenswert (zu Finden in der ehemaligen Uliza Sowjetzkoy Armee).


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