Monday, November 28, 2005

 

Teil 12

Kiffen und Graffiti in da Ukraine

Wie immer schaute C. etwas orientierungslos drein, als wir durch Mashas Füsse kitzeln geweckt wurden. Ein schneller Kaffee, und nach 15 Minuten befanden wir uns bereits auf dem Weg zum Busbahnhof in freudiger Erwartung auf einer erneuten Maschrutkafahrt nach Ternopil. Und auch dieses Mal sollte das Gefährt eine einmalige Erfahrung werden. Der wohlbeleibte Fahrer war scheinbar neu im Maschrutka Biz, weshalb er seinen Kleinbus etwas abseits parken und auf dem Vorplatz des Bahnhofes für seinen Fahrservice werben musste. Sein Nissan beherbergt im Normalfall 8 Leute. Um aber seinem monetären Output zu erhöhen, hatte er zwei simple Holzstühle in den „Kofferraum“ gestellt, unter denen unsere Kraxen zwar Platz fanden, nicht aber die Beine der darauf Sitzenden. Nichtsdestotrotz begnügte sich ein älterer Herr vorerst mit einem dieser Notsitze. Dieser wurde aber direkt verjagt, da zwei andere potentielle Mitfahrer weiter als der andere Mann fahren wollten und somit den Ertrag für den Kutscher um unglaubliche 6 Euro in die Höhe steigerten. Nachdem es endlich losging, dass wir drei auf einem Zweimannsitz mit einem Kamikaze Fahrer unterwegs waren, der zu allem Übel von Sekundenschlaf geplagt wurde. In der unglaublichen Zeit von 1 ½ Stunden und mit erhöhtem Adrenalinspiegel erreichten wir unserer mindestens 2 Stunden entferntes Reiseziel.

Direkt auf dem Busbahnhof muss an dieser Stelle die beste Pizzeria in der Ukraine erwähnt werden, welche vollkommen im Mosaikstyle entworfen wurde und natürlich eine äußerst wohlschmeckende Pizza plus Bier für uns bereitstellte. Nachdem ordentlich aufgeschmatzt wurde, kam auch schon der erste Aiesecer hinzu, seines Zeichens Präsident von Aiesec Ternopil und ein original Trapezkopf. Der spielte erstmal mit seinem Handy, bis der Hydrant, ein Aiesec Ternopil PR Dude, kam und die beiden endlich „sinnlos Handyteile hin und her tauschen“ zocken konnte. Trapezi verschwand alsbald und Hydrophil nahm uns mit zu seinen Großeltern, wobei sein Opa irgendwie harte wirkend in der Ecke saß und seine Oma uns mit einem überfreundlichen, fast schon geschrieenem „strastvutje“ begrüßte. Unsere kurze Pause in dem viel zu kleinen Raum nahm nicht mehr als die Länge zweier Aiesec Computerpräsentationen ein, um sofort wieder loszurocken. Durch die dubiosen Straßen von Ivano…äh Ternopil, bekamen wir eine Kurzführung durch die Stadt. Da waren das gelbe Haus neben dem rosa Haus, der Supermarkt, ein Park mit dem Mann aus dem Gulli, und und und.

Nach dieser hochinteressanten Führung, wurden wir an einen verpeilt dreinschauenden EBM DJ übergeben, der Hydrant verschwand, und wir wurden in schlechtem Englisch aufgefordert zu folgen. Der Freak machte uns begreiflich, dass er erstmal Gras holen müsse um mit uns zwei Deutschen eine Friedenspfeife zu rauchen. Auf dem Weg in eine Riesenindustrieruine wurde er von uns, wie sich später herausstellte zu Unrecht, mit vielerlei verbaler Kritik überzogen. Wir dachten eben, dieser 18’jährige Kiffer versuche sich und uns soweit wie möglich von jeglicher Zivilisation zu entfernen um nicht gebustet zu werden. Wie dem auch sei, die darauf folgende Führung durch die aufgrund der Sprühkunst zu neuem Leben erwachte Ex Zementfabrik war echt fett. Die selbstgebaute Taschenbong half dabei ein wenig die Optik zu verzerren. Es war beeindruckend und gruselig zugleich, vor allem wenn man bedenkt, dass zu Sowjetzeiten täglich tausende Menschen hier einmarschierten, um die ganze UdSSR mit Zement zu versorgen.

Nach diesem ausgiebigen Adventuretrip, wurden wir, inzwischen leicht fußlahm, wieder an den Hydrant übergeben und der Jaroslav verabschiedete sich. Wir warteten vor dem Dramentheater auf einen Polen, um dann in das hoch dotierte und viel beschriebene ukrainische Restaurant zu gehen. Dieses war eine ehemalige Mühle mit viel Zeugs drin, wie Heuballen, alte Mitgabeln, Bügeleisen, Hacken und ähnliche Bauernutensilien. In diesem osteuropäischen Dorfambiente mit Live Folklore und hübschen Bedienungen schmeckte der Wodka aus 0,5 l Karaffen gleich doppelt so gut, weshalb auch doppelt soviel (nämlich 2 dieser besagten Karaffen) reingelittert wurden. Natürlich gab es auch echt geilen Scheiss zu essen, so zum Beispiel einen riesigen, mit Tomaten, Schafskäse und Schinken belegten Reibekuchen für C. sowie so was wie ne Pizza, aber ein bisschen anders und ultralecker für M. Angesichts der Tatsache, dass unser Zug zurück nach Odessa erst um 2:30 Uhr fuhr, versuchen C. und M. nicht zu voll zu werden, aber das war ganz und gar unmöglich, da M. bei jedem Blickkontakt mit Hydrant diesen sofort ermutigte, Wodka nachzukippen. Daher waren die 2 Karaffen auch ziemlich rasch geleert.

Nun mussten wir, latent angetrunken, die nächsten 4 Stunden mit viel zu warmen, dementsprechend kaum trinkbarem, Bier überbrücken, wobei ein wenige sinnlos rumgelatscht , rumgechillt und rumgelallt wurde, was etwas langweilig war.


 

Teil 13

In der 3. Klasse nach Odessa – Meer du hast uns wieder


Wir hatten bereits erfahren, dass man in der Ukraine unmöglich herumreisen kann, ohne nicht wenigstens den Nachtzug per Platzcard zu benutzen. Anstelle von kleinen Abteilen mit 2 bzw. 4 Personen, wurden hier in der 3. Klasse alle Fahrgäste in einen Wagon ohne Türen gepresst. Da der Zug aus L’Viv kam, war dieses Abteilgeschläf bereits schwer belegt und roch nach Fuß. Die aus den oberen Betten heraushängenden Füße in Kombination mit den geschlossenen Fenstern sollten daran auch nichts ändern. Geschlafen haben wir dennoch oder vielleicht genau deshalb sehr tief. Die Pistole auf unserem Zwischenabteilstisch beunruhigte uns zunächst, konnte nach genauerer Untersuchung aber als Plastspielzeugknarre des kleinen Rackers, der auf der 50 cm Pritsche mit seinem Vater nächtigte, identifiziert werden. Beendet wurde die sehr erholsame Nacht gegen 8 Uhr durch einen extremen Schweißausbruch, der noch bis 13:00 Uhr, d.h. unserer Ankunft in Odessa anhalten sollte. Geplagt vom eigenen Schweiß und den unaufhörlichen Hinweisen M’s auf seine unerträgliche Ausdünstungssituation, verbrachten wir den Vormittag damit, mit dem zuvor erwähnten kleinen Dude Verstecken, Abklatsch und Ärgern zu spielen. Dabei gelang es uns weder einen schwarzen Tee zu bestellen noch dem unangenehmen Geruch der eigenen und der anderen Körper zu entfliehen, abgesehen vom Besuch der noch extremeren Zugtoilette und unserem Frühstücksraum, welcher das Raucherabteil war. Das Frühstück bestand dabei standesgemäß aus zwei geschlauchten Kippen und einem „wohltemperierten“ Bier. Die letzten 2 Stunden schwitzten wir extrem, doch kurz bevor wir nahezu unser Bewusstsein wegen akutem Sauerstoffmangel verloren hätten, kam der Zug an und wir stiegen aus, holten das erste mal nach Stunden echte Luft, und schwitzen weiter, da es in Odessa 30 Grad im Schatten waren. Vom Bahnhof aus schwitzten wir in einer absolut überfüllten Maschrutka in Richtung Mashas zu Hause, wo wir lediglich unsere Kraxen abstellten um direkt zu Strand zu flexen. An unserem, bereits ausgecheckten Beobachtungsbierstand saßen wir dann ziemlich lange und glotzten was das Zeug hielt. Aber es waren halt auch wieder extrem gängige Fleischstücken am Start (, wobei dies keine Missachtung des weiblichen Geschlechts bzw. ein Herunterreduzieren auf Körperfeatures sein, sondern lediglich anerkennend unsere Props an die ukrainischen Frauen ausdrücken soll). Den Abend verbrachten wir wieder in der fast schon obligatorischen Dominorunde mit C., M., Masha und Elena sowie Misha als Hintergrundberater für alle vier und Wodkanachfüller. Ziemlich angetrunken butzelten C. und M. später im originalen Wohnzimmer der Familie Novak.


Friday, November 25, 2005

 
Teil 14

But still, still butt


Mit dem gesteigerten Verlangen nach mehr Frauen und deren Hintern wachten wir auf und beschlossen dementsprechend den Tag auf Odessas Prachtmeile Deribasovskaja fotografierend zu verbringen. Year, gesagt, getan. Nach einem ausgiebigen Frühstück, welches den Wodka aus Blut und Knochen vertreiben sollte, begaben wir uns mittels der schon beinahe zur Gewohnheit gewordenen, brechend vollen und überaus schweißtreibenden Maschrutka ins Stadtzentrum.

In Odessa herrscht, was viele nicht wissen, ein fast schon südländisches Flair. Viele Straßenkaffees, Domino und Schach zockende ältere Herrschaften (im Unterschied zu Frankreich bevorzugen diese die Bier Wodka Kombination anstelle von Rotwein), emotional gestikulierende Passanten und Autofahrer oder streunende Hunde, Katzen bzw. angebundene Affen, Chinchillas und Alligatoren prägen weitestgehend das Stadtbild. Dafür durften aber nicht so viele Bilder verschwendet werden, da auf M.’s Speicherkarte ja gerade mal noch 120 Bilder passten, welche nutzbringender, beispielsweise oder auch ausschließlich, für Frauenärsche, eingesetzt werden sollten. Heute musste schließlich „Frauentag“ gefeiert werden. Alibimäßig kauften wir noch ein 25 Pack echt hässlicher Ansichtskarten (sorry an alle, die in den Genuss sinnlosen Denkmals oder nichts sagenden Gebäudes kamen), da wir uns schließlich nicht einfach so irgendwo hinhocken und prachial Pussies knipsen konnten. Wir verbesserten unsere Tarnung sogar noch insofern, als dass M. und C. ein Bier in einem Kaffee sowie Kaffee für Masha in einem Straßenkaffee bestellten. Dieser strategisch perfekte Platz stellte sich im Nachhinein als der idealste Spannerplatz ever heraus. Mann oh Mann, was sich da zeigte war schier unglaublich, oder wie man schön sagt, es passte nicht auf eine Kuhhaut (in unserem Fall auf die Speicherkarte. Die Bilder sollen diesbezüglich für sich sprechen! Noch ein paar repräsentative Zahlen: Aufenthaltsdauer 3 Stunden, Fotoanzahl 83, Korrelation von Dauer und Fotos ergibt alle 2 Minuten eine Traumfrau (wobei uns sicher einige durch die Lappen gingen durch Schreibarbeit, Toilettenflex oder Kommunikation mit Masha). Man könnte also sagen, bei seriösem, kontinuierlichem Arbeiten mit zwei Kameras wären es bedeutend mehr geworden. Aber wir wollten die Gastfreundschaft ja auch nicht überstrapazieren plus hatten wir auch ab und an Schiss, dass so ein fetter Russenschrank unsere Aktion vielleicht nicht so lustig gefunden hätte und dies mittels Punsh hätte deutlich gemacht. Dennoch, wir sind zufrieden mit unseren neuen Bildschirmschonern.

Arbeit macht ja bekanntlich hungrig und war für uns Anlass unseren Lieblingsfalaffeldude aufzusuchen. Das Moldawische Familienunternehmen in Form eines Fastfoodstandes muss unbedingt erwähnt werden, da wir ja als Verächter fleischloser Kost im Normalfall keine Kichererbsennahrung loben würden. Dieser Falaffel ist allerdings echt geil und unbedingt empfehlenswert (zu Finden in der ehemaligen Uliza Sowjetzkoy Armee).


 

Teil 15

Das Mallorca des Ostens


Latent angespitzt, aber eigentlich viel zu faul um noch mal loszumachen, erforderte es einiger Überzeugungskraft seitens Misha, uns doch auch mal das Nachleben der ukrainischen Schwarzmeermetropole zu geben. Viel zu abgekackt, tauschten wir zur Abwechslung mal pussihaft unsere T-Shirts, um uns auch richtig geil zu fühlen, stoppten ne Maschrutka zur Umsteigestelle Most, danach einen Russentechno hörenden Schwarztaxifahrer und kamen nach etwa einer Stunde im ukrainischen Minimallorca an. Unglaublich wie viel schlechter Geschmack auf so wenig Platz vereint sein kann. Da unsere Blickhöhe aber, wie den ganzen Tag über, nicht über 1,50 stieg, sahen wir höchstwahrscheinlich nicht das ganze Ausmaß der Partyanlage. Grundsätzlich lassen die Strandclubs da viel Platz für echt coole Parties im Sommerseewind. Da aber östlich der EU Außengrenze musikalisch eher straff monoton auf die Mütze bevorzugt wird, gern auch mit diversen Klingeltonakteuren als Protagonisten (a la Crazy Frog), stellt sich nicht wirklich eine angenehme Clubätmosphäre ein. Wie sooft konnte das musikalische Niveau sowie die noch immer vorhandene Müdigkeit mittels einer ordentlichen Portion Alkohol bis zur Belanglosigkeit herunterreduziert werden. Diesmal wollten wir es allerdings etwas smarter angehen und so entschieden sich M und C nach dem obligatorischen Eingewöhnungsbier für Wodkashots und Fruchtsaft. Mascha begann ebenfalls mal wieder richtig mitzutrinken, mit anderen Worten sie trank noch ein Bier. Immer besser gelaunt bestaunten wir das rege Treiben auf der Tanzfläche und versuchten uns natürlich nur auf die zahlreichen Candys zu konzentrieren. Vor allem wenn Mascha mal wieder tanzte, werteten M und C das Gesehene aus bzw. wiesen sich gegenseitig auf besonders schöne Exemplare hin. Den Höhepunkt stellte dabei die weniger schöne, dafür aber herausragend laszive und unseres Erachtens definitiv bezahlte Devoschka dar, die sich ungeniert am Bein eines abstoßenden etwa 45’jährigen Russen, der zuvor mit seinem Kuppel mehrmals die Glocke der Bar, die nur bei teuren und außergewöhnlichen Alkoshots betätigt wird, zum Leuten gebracht hatte. Ekelhaft! Nachdem das zweite Mal an diesem Abend der Cracy Frog Techno Klingelton Remix angespielt wurde, entschied sich C. Masha mit einem abstrusen Abschlusstanz zu beglücken, wobei M. angestrengt wegschaute, um direkt im Anschluss diesen Ort des Partygrauens zu verlassen. An die Rückfahrt erinnerten nur noch die 70 fehlenden Grivnas am nächsten Tag, aber ansonsten muss es wohl alles ziemlich schnell gegangen sein. Wie gewöhnlich musste M. zu Hause noch ein Bier öffnen und dazu ne Kippe rauchen. Die Kippe liegt sicherlich immer noch irgendwo halb rum und das restliche dreiviertel Bier genehmigte sich Misha am Abend darauf.


 

Teil 16

Fischspuckende Polizisten im Zigeunerviertel

Am nächsten Morgen ging es M und C irgendwie beschissen. Daher beschlossen die beiden Urlauber mal so richtig nichts zu machen und das ganze ohne Masha, die sich lieber ihrer Karriere widmete, mit Aiesecern chattete und was weiß ich noch immer Cyperspace trieb. Nach einem Frühstück mit wenig Nahrungsaufnahme schlenderten wir erstmal zu Supermarkt um Wasser, Trinkjogurt, sowie weitere Katernahrung zu holen, beispielsweise Trockenfisch in Tüten, den M. unbedingt mal probieren wollte und der nach erster Kostprobe direkt im Müll landete. Mit diesem nahrhaften Proviant begaben wir uns in Richtung Strand, diesmal aber nicht auf dem herkömmlichen Weg entlang der 4 – 6 spurigen Strasse, sondern durch das oft gescholtene und doch nie näher in Augenschein genommene Zigeunerviertel. Eigentlich ganz gemütlich da, wenngleich teilweise etwas schmutzig. Bei Erblickung eines Strassenkaffee ähnlichen Etablissements monierte C. reflexartig Kaffeeentzug. Unschlüssig gingen wir erstmal dran vorbei, aber im Grunde waren wir bereits der Schönheit verfallen, die uns ebenso interessiert anschaute wie wir sie (zumindest bildeten wir uns das ein). Wie auch immer brauchte C. M. nicht lange zum Verweilen überreden und erklärte sich auch umgehend bereit, mal zu checken, ob es denn überhaupt Kaffe gibt. Nachdem C. auf die Hintertür des Gebäudes verwiesen, wurde er fündig, in allen Belangen. Selbst wenn die Sprachbarriere mal wieder Schwierigkeiten hervorrief, bekamen wir zwei Kaffee, selbst als wir erklärten, dass wir diesen untypischerweise auf der Terrasse zu uns nehmen wünschten. In dem Laden lief schlechter Techno, dafür gab es aber zwei weitere Candys, die darin arbeiteten. Diese freuten sich scheinbar über den ungewöhnlichen Besuch und begleiteten den Kaffee auf die Sonnenschirmchilloase und beäugten uns kichernd, während M und C im Grunde noch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren.

Bei soviel schöner Aussicht, Schatten und Versorgungsmöglichkeiten blieben wir erstmal sitzen und beschlossen uns intensiv dem Tagebuchnachtragen zu widmen. Dies machte nach einer halben Stunde aber ziemlich durstig. Gemäß C’s Zustand kann das darauf folgende Bier nur als Katergetränk bezeichnet werden, wobei er danach erstmals in seinem Leben das Gefühl hatte, die Binsenwahrheit des wohltuenden Biers nach einer durchzechten Nacht als Wahr zu kategorisieren. Etwa eine halbe Stunde später gesellten sich dann ein paar Original Ukrainer zu uns. Davon sahen einige aus wie gesellschaftliche Randexistenzen und andere wie Leute, die auf dem Weg dahin waren, oder mit anderen Worten Polizisten. Diese lustig vor sich hin debattierende Gemeinschaft genehmigte sich ebenfalls das verdiente Mittagsbier. Dazu knabberten sie ekelhafterweise an kleinen, abartig riechenden Trockenfischen herum. Deren Überreste wurden zu allem Übel dann der kleinen niedlichen Katze zum Fraß hingespuckt. Tja, nicht überall ist Wiskas das Grundnahrungsmittel dieser possierlichen Vierbeiner. Standesgemäß deckten sich die Polizisten noch mit 3 Einliterflaschen Fahrtbier ein bevor sich verschwanden. Etwas abseits hielt ein Auto, aus dem 2 Männer und eine Frau ausstiegen. Der Beifahrer holte sich ein erwartungsgemäß ein Bierchen und sie plauschten ein wenig. Das bizarre daran war, das sich nicht etwa der Fahrer ans Steuer setzte, sondern der Beifahrer, der sich soeben eine Grütze in der Mittagssonne reingedrückt hatte und sich nun scheinbar fahrtüchtig fühlte.

Da die 3 Frauen sich anscheinend noch nicht richtig an uns satt gesehen hatten und wir noch nicht ganz losgehfertig waren, entschieden wir uns, die bis dato bereits vergangenen 1,5 Stunden noch etwas auszudehnen. Der Strand läuft ja schließlich nicht weg! Also holten wir noch ein Bier und entschieden etwas gegen unseren aufkommenden Heißhunger zu tun. Glücklicherweise war uns zuvor der vorzüglich riechende Schaschlikgrill aufgefallen, der in einem kleinen Verschlag neben der Gaststätte stand. Diesmal war M. an der Reihe mit seinem Russisch zu protzen (außerdem musste er eh auf Toilette). Überlegend grinsend kam er nach 5 Minuten wieder, berichte von seinem Bestellerfolg sowie dem ungewöhnlich hygienischen Klo. 10 Minuten später wurde M. ungerechtfertigter Weise zum Ziel von C’s Gespött, da der Kellner mit 2 Salattellern und Brot kam. Doch weitere 10 Minuten später brachte der gleiche Dude zwei herrliche, mit Kräutern geräucherte Schaschlikspieße. Sorry for that! Gut genährt und inzwischen wieder halb zach, entschlossen wir uns dann doch nach ganzen 3 Stunden diese Idylle des Vorsichhinlebens für Einheimige zu verlassen, um dem Ruf des nächsten Bieres am Strand zu folgen.


Wednesday, November 23, 2005

 

Teil 17

Strandtag, Strandklub, egal, Hauptsache Bier

Am Strand angekommen konnten wir mal so richtig wertend loslegend, wobei wir nicht auf weibliche Begleiterinnen oder sonst irgendwas hätten Rücksicht nehmen müssen. Allerdings hatten wir das Gefühl, die Zeitungen in Odessa haben bereit über die beiden Deutschen, die biertrinkend am Strand rumhängen und Torten auf die Ärsche glotzen, berichtet. Jedenfalls fühlten wir uns zunehmend Unwohl in unserer nahezu sabbernden Beobachterrolle. Das bedeutete, wir mussten mehr Bier trinken um dieses schlechte Gewissen los zu werden. Nach einer kurzen, im wahrsten Sinne unbedingt nötigen Abkühlung, schlenderten wir also zu unserem Homibierstand, wo uns ärgerlicherweise ein Lada Samara den Strandblick verstellte. Dafür bequatschte uns ein Strandpenner, der neben sich schon eine kleine (0,33) leere Wodkaflasche stehen hatte und uns nun zum Inangriffnehmen der Großen einlud. Ich glaube wir verschmähten erstmals in diesem Urlaub ein solches Angebot und drollten uns ins nahe gelegene Strandkaffee. Unsere kurzzeitige Vernunft war wohl eher dem Hungergefühl zuzuschreiben, denn nachdem ein duftender Topf Pelmeni unter unseren Nasen stand, wurde auch wieder Bier bestellt. Etwas später hatte sich dann auch Masha anscheinend von ihrem Computer trennen können und gesellte sich zu den inzwischen sehr wortgewandten deutschen Gästen um bei einer kleinen Runde Domino den äußerst ereignisreichen Tag auszuwerten.

Mit dem Sonnenuntergang gingen auch wir, allerdings mit dem Vorhaben am gleichen Abend noch einmal zurückzukehren. Doch dazu später. Erstmal hatten wir einen echten Auftrag. Um der Gastfreundschaft die fantastischen Familie Novak zu danken, hatten C. und M. sich verpflichtet, ein echtes Familienabendessen zu kochen. Daher mussten wir erstmal zum Supermarkt, wobei die Menuvorstellungen auf dem Weg dahin einige Mal umgeworfen wurden und wir gewohnheitsgemäß erst im Supermarkt halbwegs konstruktive Aussagen machten. Auf C’s Wunsch wurde die halbe Gemüseabteilung Teil unseres Einkaufs (incl. nicht identifizierbarer Körnerkunden, die später in den Abfall wanderten). M’s Aufgabenteil war das Fleisch, wobei sich aufgrund eines Mangelangebotes für Rindfleisch entschieden wurde. Um halbwegs klar denken zu können verzichteten wir sogar auf das obligatorische Kochbier. Mit einem Riesenbeutel Zeugs kamen wir also in der Küche der Familie an, welche wir gemäß unserem westeuropäischen Standarts erstmal einer Grundreinigung unterzogen. Danach schnippselten wir mind. 3 kg Gemüse, um dieses nach und nach in einen breiigen Gemüsesud zu verwandeln. Der Salat ist uns hingegen äußerst gut gelungen. Die kulinarische Krone bildete das schuhsohlenhafte Rinderfilet. Naja, wir haben uns vielleicht bekleckert, aber sicher nicht mit Ruhm. Nichtsdestotrotz hat es nach eigenen Angaben allen vorzüglich geschmeckt. Mishas Laune war sogar so gut, dass er liebend gern bereit war die 0,5 l Nemiroff während des Essens unter uns 3 Männern aufzuteilen. Damit waren C. und M., die inzwischen beide an extremen Hitzewallungen litten was sich in regelrecht heruntertropfendem Schweiß äußerte, bereit für einen weiteren Partyabend. Um das finanzielle Budget nicht allzu sehr überzustrapazieren, entschieden wir uns für den nahe gelegenen Heimstrand, der auch als das Mekka für unter 18 Jährige gilt. Nach einer kurzen philosophischen Lagebesprechung über die Realisierung des Weltfriedens sowie einer Belehrung über Sex ohne Kondome und die möglichen Folgen mit/seitens des siebenfachen Weltumseglers, ging es per Maschrutka zum Armen Party Strand. Und wie wir da abgegangen sind: Zuerst stellte sich C. 15 Minuten am eigenartig riechenden Klo an. Dann bestellten wir gelangweilt das erste Bier. Dann kam das erste Mal der Crazy Frog Song. Dann bestellten wir verängstigt unseren ersten Wodka. Dieser half nicht und wir bestellten den zweiten. Voller Freude lauschten wir einem Prodigy Techno Remix und erklärten diesen zum besten Tune des Abends. Dann bestellten wir noch ein Bier. Und dann waren endlich 3 Stunden vergangen und wir konnten vollsteif nach Hause gehen, wobei M. mindestens die doppelte Wegstrecke zurücklegte. Unser Bettaufbauen war inzwischen selbst in diesem Zustand zu einer hoch effizienten Rutinetätigkeit geworden und so schliefen wir (wahrscheinlich stark schnarchend und definitiv stinkend) ein.


 

Teil 18

Goodbye Odessa

Der nächste Tag startete dementsprechend langsam. Es war fast peinlich unserem neuen Besucher Guten Morgen entgegenzuhauchen. Aber Aaron, der Superfotomacher und Journalismuslehrer aus Amerika, nahm es gelassen und ließ uns noch eine halbe Stunde zum Aufwachen und Duschen. Dann mussten wir schnell los um rechtzeitig zur Delphinshow, welche erst diesen Sommer eröffnet wurde, zu kommen. Auf dem Weg begrüßten C. und M. noch Epp aus Estland mit einem fröhlichem Tere. Wir konnten allerdings noch nicht gleich etwas mit dieser äußerst gesprächigen Person anfangen, da wir noch immer etwas belämmert vom Vorabend waren. Die Show war genau so wie man sich eine Delphinshow vorstellt, also lustig, aber es reicht dieses Touristenspektakel einmal zu sehen. Nach einem kleinen Imbiss verabschiedeten wir Epp wieder und begaben uns durch den Tschevschenko Park zum Hafen. Dort hatten zumindest M. und C. das Gefühl vor Hitze zu ersticken, aber wir nutzten die Gelegenheit schnell mal bei Elenas Klamottenausstellung vorbeizuschauen, welche auf angenehme 25 Grad heruntergekühlt war. Nachdem wir uns ein Bild von der aktuellen Mode in der Ukraine sowie in der Türkei gemacht hatten, postierte sich das deutsch amerikanische Trio unbewusst vor dem Laufsteg der Veranstaltung. Und als wäre es bestellt gewesen, begann etwa 10 Minuten später eine Unterwäschemodenschau.

Etwas beschämt machten wir einige Bilder, wobei wir hätten genauso ungeniert draufhalten können. Dies zumindest hielt der türkische Dude neben uns für eine gute Idee und packte gleich seine Videokamera aus. Aus Gründen, die nicht weiter erläutert werden sollen, mussten wir schnell da raus, um wieder extrem zu schwitzen, dann schnell nach Hause zu fahren, zu packen, zweimal hintereinander zu duschen und zum Bahnhof zu fahren. Dies ging alles sehr schnell, zumindest für uns, und ehe wir uns versahen, standen wir im viel zu warmen Zug nach Kiew. Ohne Tränen zu verlieren, bedeutete dies unseren Abschied von der wunderschönen Schwarzmeermetropole. Als Abschluss genehmigten sich M. und C. einen nicht so guten Kognak im sehr angenehmen Restaurantwagen des Zuges, verfolgten wie unser Nachbar seine Einschlafkaraffe Wodka reinliterte oder weitere Insassen einfach nur immer wieder einschliefen. Dies taten auch wir ziemlich schnell.


 
Teil 19

Viermal stolpern ist ein schlechtes Zeichen

In Kiew gegen 8:00 Uhr angekommen, verteilten wir eindeutig unsere Rollen für die kommenden sechs Stunden. C. sollte augrund seiner Erfahrung den Führer spielen und M. ihm einfach nur folgen. C. stolperte allerdings in der ersten halben Stunde gleich viermal in Folge, was in etwa seiner Fähigkeit entsprach, eine ordentliche Stadtführung durchzuführen. Ungeachtet dieser „himmlischen“ Zeichen, versuchte C. das Stadtzentrum in Form des Freiheitsplatzes zu finden. Nachdem wir im Zickzack durch irgendein Wohnviertel wandelten ohne auch nur ansatzweise unser Ziel zu finden, entschieden wir, den höchsten Berg zu besteigen um uns neu zu orientieren. Am Stadium von Dynamo vorbei, zu den zwei riesenhaften Klitschkobrüdern, zum Parlament, wo noch einige besonders eifrige Demonstranten ein halbes Jahr nach der Revolution ihre orangenen Fahnen schwenkten, dreimal um ein eigenartiges Haus herum und schließlich fanden wir nach etwa 3 Stunden den Freiheitsplatz der Ukraine. M. erklärte C. konsequenterweise und zu Recht für absolut dumm, denn als wir auf dem Platz ankamen, realisierten wir, dass unser Ausgangspunkt etwa 200 m Luftlinie oder 10 min. zu Fuß entfernt war. Aber dafür viel gesehen. M’s Magen knurrte, was uns, kreativ wie wir nun mal sind, zu MC Donalds führte.

Danach übernahm M. die Führung und suchte sich gleich professionelle Unterstützung. Nach endlosem Tippen auf dem elektronischen Touristenguide, war sich M. seiner Sache sicher und stiefelte los. Unser Ziel war eine Fußgängerzone, die viel versprechend von C. angepriesen wurde, dieser aber keine Verantwortung für den Weg dahin übernehmen wollte. M’s Weg führte an schönen Baustellen vorbei zu einem Sportlerpark mit Sanatorium. Er entnahm der russischen Beschreibung am Eingang, dass dies zweifelsohne der Alterssitz für die ehemaligen Legionäre des Dynamo Kiew Vereins sowie der deren Familien war. Naja, ein Sanatorium war es auf alle Fälle. Von dort ging es an einer hässlichen Strasse entlang wieder ins Stadtzentrum. Nach einem kurzen Disput über die richtige Richtung zu einem Super Döner Stand und viermaligen Hinundherlaufen auf 100 Metern, entschieden wir uns gegen den Döner und für ein Restaurant mit ukrainischen Fleischspezialitäten. Wir hatten die Pause auch dringend nötig. Außerdem waren wir wieder einmal von der ukrainischen Schönheit begeistert, die in diesem als Bedienung arbeitete. Dementsprechend unterbrachen wir Sie auch nicht in dem fünfminütigen Monolog, der dem Erklären des besonderen Tagesangebotes diente und schauten sie liebevoll an um ihr dann klarzumachen, dass unsere Ukrainischkenntnisse eher dürftig sind und wir jetzt gern die englische Speisekarte haben wollten. Ihr verwundertes aber überaus süßes Lächeln freute uns natürlich und ließ uns auch über die doch nicht sehr günstigen Preise des Restaurants hinwegschauen.

Gut gefüllt, machten wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof um nun endlich zum Flughafen zu fahren und dieses schöne Land zu verlassen. Auf dem Weg zum Bahnhof, wo wir noch schnell unser Gepäck holen wollten, gab M. einer offensichtlich Obdachlosen mit Kind seine letzten Griwnen und fanden mit beeindruckend guter russischer Nachfrage von C. beim Taxistand auch problemlos den Flughafenshuttlebus. Hätten wir doch dieses Scheiß Taxi genommen! Der Shuttle bahnte sich nämlich seinen Weg eher gemächlich durch den Berufsverkehr von Kiew und hielt obendrein noch hier und da um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Zunehmend nervös aber noch immer lachend schauten wir dauern auf die Uhr des Busses, die sich unaufhörlich weiter bewegte. Als die Ticketverkäuferin bei uns ankam und M. unsere aufgehobenen 100 Griwna zum Bezahlen nutzen wollte, realisierte er, dass er der Pennerin scheinbar 100 statt 10 gegeben hatte, was sie sicher sehr gefreut, uns aber nun in Schwierigkeiten gebracht hatte. Dank eines glücklichen Umstands befand sich ein Ami im Bus, der uns freundlicherweise noch 10 Euro in Griwna tauschte und wir wenigstens im Bus bleiben konnten. Nach dem Verstreichen endlos langer Minuten, kamen wir 15 min vor dem Start unserer Maschine am Flughafen an, rannten hinein, ignorierten den Sekuritykunden wie auch alle anderen wartenden Fluggäste am Schalter, und quatschten auf irgendeine Check-in Schalterfrau ein. Berlin war logischerweise von den Anzeigetafeln verschwunden und nach einigen Diskussionen schickte man uns zum Ukrainian Air Office. Wieder ließen wir die Security links liegen und versuchten der typisch russischen Schalterbewacherin unsere Situation zu erklären und sie zu schnellem Handeln zu bewegen. Letzteres missglückte völlig, und somit war die letzte Möglichkeit unser Ticket umzutauschen, worum sie sich nun kümmern wollte. Nach einem, unseres Erachtens sehr demotivierten Anrufversuches, eröffnet sie uns, dass ein Umtausch ausgeschlossen und der Neukauf eines Tickets nach Düsseldorf empfehlenswert wäre. Für diesen hätten wir lediglich 400 $ pro Person zu entrichten, insofern wir wirklich an diesem Tag noch nach good old Germany wollten. Super, im Sinne von echt beschissen. Nach einer kleinen Fluchattacke zückten wir weltmännisch unsere Kreditkarten, warfen ihr noch schnell einen überheblich, arroganten Blick zu (mit dem Wissen, dass diese Summe womöglich ihr Monatsgehalt übertraf – an irgendjemanden mussten wir ja unseren Unmut auslassen), und kauften das Ticket. Die Situation schlug M. auf den Magen und er verschwand dementsprechend aufs Flughafenklo, während C. vollkommen frustriert ein Sturzbier rein ließ. Daraufhin schlenderte C. auf der Suche nach einem Frustkauf, egal was - Hauptsache viel Alkohol drin, durch den Duty Free Shop und fand einen Liter vom geliebten Nemiroff Pepper Honey Wodka. Gesehen, Gekauft.

Wir stellten uns also misslaunig in die Reihe des Ukrainian Air Fluges nach Düsseldorf und hatten schlechte Laune, bestellten uns später im Flugzeug Wodka und Bier und sprachen wenig. Ab und zu sagte einer uns so etwas Konstruktives wie: „Wie beschissen ist das denn.“ oder „Beschissener Drecksscheiss, alles!“, aber ansonsten redete keiner, da wahrscheinlich jeder in Gedanken bereits seinen Kontostand für den nächsten Monat hin und herrechnete und immer wieder auf wenig befriedigende Ergebnisse kam. Nach dem Auschecken in Düsseldorf war aber irgendwie alles wieder ok und wir sprachen eher zufällig mit einem Dude mit Hut, der die ganze Situation irgendwie mitbekommen hatte und sich nun um uns kümmern wollte. Andre, so sein Name, erzählte erstmal von seinem Aufenthalt in Odessa, Kiew sowie seiner Schlauheit, bereits 2 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, usw. Letztendlich schlug er uns vor, bei ihm zu nächtigen, da er vorausahnte, dass an diesem Abend kein Zug mehr nach Berlin gehen würde. Damit hatte er richtig gelegen und wir waren sehr froh über sein Angebot.

Mit der S Bahn fuhren wir Drei in die Kölner Innenstadt, wo Andre wohnte und die gerade der Veranstaltungsort für einige Tausend papstverehrende Weltjugendtagbesucher war. Bei ihm angekommen, entpuppte sich der Köln Dude Andre als sehr cooler Lehrer, der mit uns Becks für den Abend besorgte und auch noch Material für ein paar Spliffs zu Hause hatte. Besser kann es ja im Unglück gar nicht laufen. Nach den ersten Zügen und einem offiziellen Begrüßungswodka wurde wir redselig und quatschten nicht ohne zwischendurch mal zu duschen bis halb 3 morgens.

Nach einer kurzen Nacht verabschiedeten und bedankten sich M. und C. bei unserem neuen Freund und machten uns auf den Weg zum Hbf Köln. Das ganze Ausmaß des pseudoheiligen Fickfestes wurde uns dort erst bewusst, als wir uns an den ca. 10000 Papstanhängern vorbei zum Ticketautomaten drängeln mussten. Glücklicherweise fuhren wir aus Köln raus und nicht rein, sonst wäre ein Sitzplatz wohl illusorisch gewesen. Und so fuhren wir und wenn wir nicht nach nur 12 Stunden in Berlin angekommen und diese Reise beendete hätten, so führen wir noch heute.


Thursday, November 10, 2005

 

Teil 20

Danksagung und Entschuldigungen

Ganz besonderer Dank gilt zu allererst und am meisten unseren Eltern, die nicht nur die Reise, sondern auch den Monat danach finanziell unterstützten und auch sonst immer liebevoll für uns da sind. Danach möchten wir C’s Tante danken, die immer wieder der Ausgangspunkt für in Berlin beginnende Reisen ist. Viele Grüsse und Dank an die Familie Fragel & Hille, für die liebevolle Führung durch Berlin mit Übernachtung und Frühstück. Ganz großen Dank natürlich an Familie Novak für die Bereitstellung ihres Wohnzimmers. Masha, Dank drückt nicht annähernd aus, wie wichtig du für uns warst und bist. Danke an Aiesec in der Ukraine für die kostenlosen Übernachtungen und Entschuldigung dass wir euch trotzdem nicht leiden können. Liebe Grüsse an Epp, auch wenn es keinen Grund gibt dir zu danken. Vielen herzlichen Dank für die Übernachtung und gelungene Integration in Deutschland an Andre aus Köln – Viel Erfolg dieses Schuljahr. Danke an alle Alkoholproduzenten der Ukraine, die diesen Urlaub in gewisser Weise mitprägten.

Entschuldigung für unsere teilweise egoistische und frauenfixierte Tagesplanung, unter der besonders Masha zu leiden hatte, auch wenn sie nach eigenen Angaben viel Spaß hatte. Entschuldigung an alle ukrainischen Frauen, die wir im Laufe dieses Urlaubs auf ihren Körper reduziert haben; wir finden euch schön und haben allen begeistert von euch erzählt. Entschuldigung an die Kartenverkäuferin von Ukrainian Air, ist halt schlecht gelaufen mit uns. Entschuldigung an Jaroslav für die Vorurteile, bist trotzdem strange. Entschuldigung an Olga, dafür dass wir das Wohnzimmer mit unserem Geruch kurzzeitig unbewohnbar gemacht haben. Entschuldigung an alle, die wir weder mit Dank noch mit einer Entschuldigung bedacht haben und dies vielleicht nötig gewesen wäre.

Ein herzliches Tschüle und Adele von M. & C.


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