Wednesday, November 23, 2005

 

Teil 18

Goodbye Odessa

Der nächste Tag startete dementsprechend langsam. Es war fast peinlich unserem neuen Besucher Guten Morgen entgegenzuhauchen. Aber Aaron, der Superfotomacher und Journalismuslehrer aus Amerika, nahm es gelassen und ließ uns noch eine halbe Stunde zum Aufwachen und Duschen. Dann mussten wir schnell los um rechtzeitig zur Delphinshow, welche erst diesen Sommer eröffnet wurde, zu kommen. Auf dem Weg begrüßten C. und M. noch Epp aus Estland mit einem fröhlichem Tere. Wir konnten allerdings noch nicht gleich etwas mit dieser äußerst gesprächigen Person anfangen, da wir noch immer etwas belämmert vom Vorabend waren. Die Show war genau so wie man sich eine Delphinshow vorstellt, also lustig, aber es reicht dieses Touristenspektakel einmal zu sehen. Nach einem kleinen Imbiss verabschiedeten wir Epp wieder und begaben uns durch den Tschevschenko Park zum Hafen. Dort hatten zumindest M. und C. das Gefühl vor Hitze zu ersticken, aber wir nutzten die Gelegenheit schnell mal bei Elenas Klamottenausstellung vorbeizuschauen, welche auf angenehme 25 Grad heruntergekühlt war. Nachdem wir uns ein Bild von der aktuellen Mode in der Ukraine sowie in der Türkei gemacht hatten, postierte sich das deutsch amerikanische Trio unbewusst vor dem Laufsteg der Veranstaltung. Und als wäre es bestellt gewesen, begann etwa 10 Minuten später eine Unterwäschemodenschau.

Etwas beschämt machten wir einige Bilder, wobei wir hätten genauso ungeniert draufhalten können. Dies zumindest hielt der türkische Dude neben uns für eine gute Idee und packte gleich seine Videokamera aus. Aus Gründen, die nicht weiter erläutert werden sollen, mussten wir schnell da raus, um wieder extrem zu schwitzen, dann schnell nach Hause zu fahren, zu packen, zweimal hintereinander zu duschen und zum Bahnhof zu fahren. Dies ging alles sehr schnell, zumindest für uns, und ehe wir uns versahen, standen wir im viel zu warmen Zug nach Kiew. Ohne Tränen zu verlieren, bedeutete dies unseren Abschied von der wunderschönen Schwarzmeermetropole. Als Abschluss genehmigten sich M. und C. einen nicht so guten Kognak im sehr angenehmen Restaurantwagen des Zuges, verfolgten wie unser Nachbar seine Einschlafkaraffe Wodka reinliterte oder weitere Insassen einfach nur immer wieder einschliefen. Dies taten auch wir ziemlich schnell.


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